|
||||||||||||||||||||||
| ISBN: 3423050012 ISBN: 3423050012 ISBN: 3423050012 ISBN: 3423050012 | ||||||||||||||||||||||
|
|
Wir empfehlen: | |||||||||||||||||||||
Das KomplexaugeKomplexaugen werden auch Netz- oder Facettenauge genannt. Sie bestehen aus
zahlreichen keilförmigen Einzelaugen, den Ommatidien, die mit der Linse ein
bienenwabenähnliches Muster bildet. Die überwiegende Mehrheit der
Tiere verfügt über Komplexaugen. Diese besitzen zwar eine Linse wie
unsere Augen, jedoch ist sie fest. Damit ist es ihr unmöglich ein Bild
„ scharf zu stellen “. Die Ommatidien bestehen aus der Cornealinse.
Bei jeder Häutung wird die Cornealinse erneuert. Besonders bei Insekten
besitzt die Linsenfläche viele kleine Protuberanzen (Nippel), die der
Vermeidung von Reflexionen dienen. Unter der Cornealinse befindet sich ein
Kristallkegel, der das, durch die Conealinse kommende, fokussierte Licht, auf
die Spitze der Lichtsinneszellen (Rhabdom) bündelt. Einige Insekten haben
zur Erhöhung der Lichtausbeute ein Tapetum. Es besteht aus mit Luft
gefüllten Tracheenästchen, die unter den Augenhintergrund verteilt
sind. An diesen Luftschichten wird das einfallende Licht reflektiert und ruft
ähnliche wie bei Katzen grünlich leuchtende Augen hervor.
Das Auflösungsvermögen des Komplexauges hängt von der Anzahl
der Ommatidien ab, die in einem bestimmten Winkel vorhanden sind. Je kleiner der
Ommatidienwinkel ist, desto größer ist die Fähigkeit, zwei
benachbarte Punkte oder Linien noch als voneinander getrennt
wahrzunehmen.
Die Stubenfliegen zum Beispiel, nehmen jede noch so vorsichtige Bewegung
sofort wahr. Würde die Fliege ein Planetarium besuchen, könnte sie mit
Hilfe ihrer Komplexaugen das gesamte Panorama optisch erfassen, ohne dabei ihren
Kopf drehen zu müssen. Selbst die moderne Technik unsere Zeit ist nicht in
der Lage solche winzige optische Gefüge zu konstruieren, wie es die Einheit
eines Insektenkomplexauges darstellt. Je nach Insektenordnung sind sie
unterschiedlich gut ausgebildet. Grundsätzlich kann man zwei Typen
unterscheiden:
Bei tagaktiven Arten sind die Einzelaugen durch
Pigmente voneinander getrennt. Hierdurch wird ein besseres Bild erzeugt, diese
Sehtechnik geht aber zu Lasten der Lichtempfindlichkeit. Dem Gegenüber
besitzen nachtaktive Arten Einzelaugen, die kaum durch Pigmente voneinander
getrennt sind. Die Bildschärfe wird zwar stark gemindert, die
Lichtempfindlichkeit jedoch deutlich erhöht. Es gibt Arten, die einen
Kompromiß eingehen und die Pigmente bis zu einem gewissen Grad verlagern
können.
Beispiel Biene:
Anzahl der Ommatidien: ca. 5000
Mögliche Bildzeilen pro Sekunde: ca. 70
Möglicher Sehwinkel: 1°
Die Biene besitzt lichtundurchlässige Pigmentzellen, die jedes
Ommatidium umhüllt (Tagaktivität?)
Bienen erkennen Blüten erst aus ca. 0,5m Entfernung. Dabei sieht sie
jedoch andere Farben als die Menschen. Da sich ihr Farbenspektrum
unterscheidet, erkennt die Biene keine Lichtwellen. Dafür kann sie
ultraviolettes Licht absorbieren. Daher erkennt sie auf Blüten mehr als wir
Menschen. So werden z.B. die Nektarmerkmale sichtbar.
Damit Bienen schnell reagieren können, sehen sie bis zu 200
Einzelbilder pro Sekunde. Das ist etwa vier mal mehr als das menschliche Auge
wahrnehmen kann. Schnelle Bewegungen erscheinen ihr wie in Zeitlupe.
Anzahl der Ommatidien:
Ameise: 6
Ohrwurm: 500
Käfer: 3000
Stubenfliege: 4000
Biene: 5000
Libelle: 30000
Anzahl der Bildzeilen:
Biene: 70
Stubenfliege: 200
Mensch: 60
Wichtiger als die Anzahl der Ommatidien, ist der aufnehmbare Winkel der Außenwelt:
Ohrwurm: 8°
Biene: 1°
Ameisen erkennen sich erst kurz vor dem Zusammenstoß, allerdings
können sie dunkle Punkte (Nesteingang)
besonders gut wahrnehmen.
Die Raupen der Nonne können nur senkrechte Linien (Baumstämme)
optisch erfassen.
Wasserläufer dagegen, erkennen nur waagerechte Linien
(Uferlinien).
Da sich Nachtfalter an den Sternen orientieren, verfügen sie über
eine Art Spiegel im Komplexauge. Dieser reflektiert das Sternenlicht.
Krebsen besitzen die gleiche Technik, um das Dämmerungslicht auf dem
Meeresgrund zu verstärken.
Stubenfliege nutzen eine 7-fache Lichtverstärkung, bei hervorragender
Bildauflösung.
|
||||||||||||||||||||||
|
This web site is a part of the project SchoolLecture.com. We are grateful to Moritz Hanebeck for contributing this article. Back to the topic site: SchoolLecture.com/Startseite/Gesellschaft/Tiere External Links to this site are permitted without prior consent. | ||||||||||||||||||||||
| deutsch | Set bookmark | Send a friend a link | Copyright © | Impressum | ||||||||||||||||||||||